About

“musicBYwomen – art.business.media.” ist Teil der bundesweiten Initiative music women germany zur Förderung, Vernetzung und Sichtbarmachung von Frauen* in der Musik(-wirtschaft). Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, in allen 16 Bundesländern Netzwerke zu installieren. Gegründet wurde sie von von Andrea Rothaug (Bundesverband Popularmusik e.V.) in Kooperation mit RockCity Hamburg und musicHHwomen. Das bayerische Netzwerk wurde von Julia Bomsdorf (WUT), Mirca Lotz (fwd: like waves / Keychange) und Julia Viechtl (Feierwerk Fachstelle Pop) ins Leben gerufen. Mittlerweile wird das Kernteam verstärkt durch Marion Schmid (vpby), Veronika Valta (Feierwerk Fachstelle Pop) und Alessa Patzer (Feierwerk Fachstelle Pop).

Hier findet ihr eine Auflistung möglicher Hilfsmaßnahmen, einschließlich der neuen Corona-Soforthilfe. Zudem gibt es hilfreiche Links für Selbstständige Kulturschaffende, Clubbetreiber*innen und Musiker*innen.

Aktuell gibt es regelmäßig neue Informationen, wir versuchen diese natürlich auch zu sammeln um euch zu updaten.

Stand 18.03.2020 14:00 Uhr

Soforthilfe Corona

Ab sofort ist über nachfolgenden Link ein 2-seitiger Antrag verfügbar, der zur „Gewährung eines Zuschusses für von der Coronakrise 03/2020 besonders geschädigte gewerbliche Unternehmen und Angehörige Freier Berufe“ von der Bayrischen Staatsregierung eingerichtet wurde.

Link zur Corona Soforthilfe

Direkt zum Antrag

Hier ein paar Antworten:

Wer ist Antragsberechtigt?

Anträge können von gewerblichen Unternehmen und selbstständigen Angehörigen der Freien Berufe (bis zu 250 Erwerbstätige) gestellt werden, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben.

Das beinhaltet auch Solo-Selbstständige, wie freie Musiker*innen, Tontechniker*innen und ähnliche Berufsgruppen.

Handelt es sich hierbei um einen Kredit? Muss ich das Geld zurückzahlen?

Es handelt sich hierbei nicht um einen Kredit, d.h. die ausgeschütteten Gelder müssen nicht zurückgezahlt werden.

Das Corona-Soforthilfe Programm läuft unter „Zuschuss“.

Quelle: Handelsblatt Bayern und Auskunft durch das Kompetenzteam Kultur- & Kreativwirtschaft 

Wie viel Geld kann man beantragen?

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:

  • bis zu 5 Erwerbstätige 5.000 Euro,
  • bis zu 10 Erwerbstätige 7.500 Euro,
  • bis zu 50 Erwerbstätige 15.000 Euro,
  • bis zu 250 Erwerbstätige 30.000 Euro.

Muss ich zuvor mein persönliches Vermögen aufbrauchen? Wann bin ich Antragsberechtigt?

Liquiditätsengpass bedeutet, dass keine (ausreichende) Liquidität vorhanden, um z. B. laufende Verpflichtungen zu zahlen. Vor Inanspruchnahme der Soforthilfe ist verfügbares liquides Privatvermögen einzusetzen.

Genauere Zahlen dazu gibt es leider nicht. 

Wie lange kann ich einen Corona-Soforthilfe Antrag stellen?

Auch dazu gibt es leider noch keine genauen Infos, aber wir versuchen natürlich diese Informationen in Erfahrung zu bringen und updaten diesen Artikel, sobald möglich. 

Ab wann kann ich mit dem Geld rechnen?

Die ersten Überweisungen sollen bereits zum kommenden Freitag, den 20.03.2020 getätigt werden.

Wer ist für mich zuständig?

Stadtgebiet München
Landeshauptstadt München
Referat für Arbeit und Wirtschaft
Herzog-Wilhelm-Straße 15
80331 München
Tel: 089 233-22070
E-Mail: wirtschaft-corona@muenchen.de
 

Regierungsbezirk Oberbayern außer Stadtgebiet München
Regierung von Oberbayern
Maximilianstraße 39
80538 München
Telefon: 089 2176-0
E-Mail: soforthilfe_corona@reg-ob.bayern.de

Weitere Ansprechpartner*innen für andere Bezirke findet ihr hier

Nicht aus Bayern? Diese Möglichkeiten gibt es in anderen Bundesländern.

Weitere Hilfsmaßnahmen:

Steuern

Auf Antrag können laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer herabgesetzt oder ausgesetzt werden. Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden, Säumniszuschläge können erlassen werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen kann vorübergehend ebenso verzichtet werden. Bitte wendet euch direkt an das für euch zuständige Finanzamt.

KSK

Die Künstlersozialkasse unterscheidet bei ihren Maßnahmen in zwei Kategorien: 

„Maßnahmen für Versicherte, deren Einkommensprognose sich verändert hat“ 

„Maßnahmen für abgabepflichtige Unternehmen, die voraussichtlich geringere Umsätze mit künstlerischen / publizistischen Leistungen erzielen, als dies im Vorjahr der Fall war“ 

KSK-Maßnahmen für Versicherte Die Abgaben an die KSK berechnen sich nach deiner Einkommensprognose. Da Du diese für 2020 bereits abgegeben hast, kannst Du sie ab sofort korrigieren, wenn Du von Ausfällen und Einbußen aufgrund der Corona-Verbreitung betroffen bist. Deine korrigierte Einkommenserwartung kannst Du dann an die Künstlersozialkasse senden, die nach Prüfung deine Beiträge neu berechnet. Die Künstlersozialkasse arbeitet zur Zeit an individuellen Lösungen. So heißt es auf der Webseite: „Bestehen akute Zahlungsschwierigkeiten können individuelle Zahlungserleichterungen gewährt werden. Hierzu folgen in Kürze weitere Informationen.“ Es empfiehlt sich auch hier sich zeitnah an die KSK zu wenden und seinen Fall bereits jetzt zu schildern.

Quelle: www.delamar.de

Zum Antrag der KSK zur Änderung des Arbeitseinkommens kommt ihr hier.

GVL

Über die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) können Inhaber/innen eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro beantragen, wenn sie durch virusbedingte Veranstaltungsabsagen Honorarausfälle erlitten haben. Voraussetzung ist, dass die Antragsteller mindestens an einer regulären Verteilung der GVL teilgenommen haben. Auch wird ein Nachweis über den Ausfall der Veranstaltung bzw. Produktion (Bestätigung/Absage vom Veranstalter oder der Produktion, Nachweis über Verdienstausfall) benötigt. Betroffene wenden sich bei Bedarf bitte direkt an die GVL.

Quelle: Creative City

Kurzarbeitergeld

Unternehmen mit mindestens einem/r Mitarbeiter*in können Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgebern sollen außerdem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Arbeitgeber können Kurzarbeitergeld beantragen, mindestens 10 Prozent der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen ist. Die Maßnahme soll Unternehmen helfen, bei eingebrochenem Geschäft Mitarbeiter*innen zu halten. Achtung: Kurzarbeitergeld gibt es nicht für geringfügig Beschäftigte! Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit

Quelle: Creative City

LfA und Bayernfonds:

LfA Förderbank: 

Bürgschaftsrahmen werden erhöht, richtet sich an mittelständische und große Unternehmen (Erweiterung).

Bayernfonds: 

Richtet sich an: Bisher gesunde mittelständische Unternehmen mit einer Schlüsselfunktion für die Wirtschaft

Mehr Infos bekommt ihr auf der Seite des bayrischen Staatsministeriums für Wirtschaft.

KfW

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern.

Die KfW wird dazu die bestehenden Kredite für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessern. 

Achtung: Hierbei handelt es sich nicht um Zuschüsse, sondern um Kredite. Die Gelder sind also rückzahlungspflichtig.

Mehr Infos zu den Corona-Hilfskrediten bekommt ihr hier.

Ihr seid Clubbetreiber*innen? Dann hat die LiveKomm hier noch viele nützliche Tipps, unbedingt durchlesen!

Ihr seid Musiker*innen und habt mit Ausfällen zu kämpfen, hier gibt es nochmals ein paar Antworten auf die wichtigsten Fragen:

https://www.feierwerk.de/einrichtungen-projekte/fachstelle-pop/aktuelles3/d/article/umgang-mit-covid-10-ausfaellen-ein-faq-fuer-musikerinnen/

Ihr habt noch viele / andere Fragen? An wen ihr euch jetzt wenden könnt:

Für alle Kreativschaffende empfehlen wir die Hotline des Kompetenzteams Kultur- & Kreativwirtschaft:

Dienstag bis Freitag, 10 – 13 Uhr, 089 – 233 289 22

Des Weiteren erreicht ihr die Servicestelle der Bayerischen Staatsregierung 

Montag bis Donnerstag, 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 16 Uhr, 089 – 12 22 20.  

E-Mail: direkt@bayern.de


Hintergrund der Netzwerkgründung ist die ausgeprägte Geschlechterungleichheit in der Musikbranche. Frauen sind auf Führungsebene kaum vertreten: Nur 7,4 Prozent der Mitgliedsunternehmen des Verbands unabhängiger Musikunternehmen (VUT) werden von Frauen geführt. Nicht anders sieht es mit dem Anteil von Frauen auf den meisten Festivals aus (unter 8,0%).   

Neben Qualifikation, Evaluation, Präsentation, Jobvermittlung, Mentoring-Programm, Training, Politik, Nachwuchspflege und Netzwerktreffen wird musicBYwomen eigene Formate entwickeln, die Frauen die Arbeit in der Musikbranche erleichtern.